Also ich fand es auch mehr als fragwürdig, warum wir uns bei Fordola keine Meinung erlauben durften, aber bei den anderen beiden NPCs, die sie gefangen haben, durften wir Raubahn sagen, ob sie aus unserer Sicht sterben sollen oder nicht. Ich kann Lyse ja irgendwo verstehen, aber ihre Einstellung bleibt aus meiner Sicht trotzdem realitätsfremd. Ich mein, bei Fordola handelt es sich nicht mal um eine gewöhnliche Kriegsgefangene, sondern um die Anführerin einer Truppe, die jahrelang unbewaffenete Leute geschlagen und oftmals auch getötet haben. Gleichzeitig hat sie am Ende sogar ihre eigenen Freunde verraten. Selbst in unserer heutigen Welt wäre das mind. eine ziemlich lange Haftstrafe, oder je nach Land sogar noch der Tod.
Das wir als Charaktere da nicht anderer Meinung gegenüber Lyse sein durften fand ich deswegen mehr als blöd. (Wenn sie Fordola am Ende wirklich freilassen, dann dürfen sie aber konsequenterweise keine einzige Person jemals mehr verhaften, weil Diebstahl und Betrug bei Weitem nicht an die Taten von Fordola herankommen.)
Wenigstens durften wir später auch sagen, dass des mit der Ananta keine gute Idee war.
Generell würde ich mir einfach mehr differenzierte Auswahlmöglichkeiten wünschen. Natürlich sollte jedem klar sein, dass man hier einfach keinen bösen Charakter spielen kann, so ist die Story einfach nicht ausgelegt. Aber sie könnten durchaus auch mehr unterschiedliche Aussagen nehmen, oder halt einfach kleinere Entscheidungen einbauen. Z.b. würde es doch nichts an der generellen Geschichte ändern, wenn wir Aymerics Einladung ausschlagen könnten. Dann würden wir halt gerade draußen stehen, wenn uns die Nachricht erreicht. Ein kleiner, aber trotzdem feiner Unterschied.
Auch wäre es gut, wenn sie die Aussagen wegnehmen würden, bei der wir zwar Nein sagen können, es aber nie zu einem Nein kommt. Ich meine hier vor allem den Beginn von SB, als Alphinaud uns bittet mitzukommen. Wir können durchaus sagen, dass dies nicht unser Krieg ist, aber es ändert nichts daran, dass man Sekunden später trotzdem mitläuft..also entweder gibt man uns Aussagen, zu denen wir auch stehen können, oder man lässt es gleich bleiben.
Also weniger Aussagen, die eh keinen Wert haben, weil das Spiel keine verschiedenen Pfade kennt, mehr Entscheidungen, die zwar keine großen Auswirkungen haben, aber zumindest vorhanden sind und einfach deutlich mehr Gespräche, bei denen wir auch unsere Meinung kundtun können, auch wenn es letztendlich nichts ändert, aber wir konnten sie sagen.
(Und ja ist wirklich ein wenig blöd das wir uns die Mühe machen den Schatz zu finden und damit wahrscheinlich das Geldproblem eines Staates lösen, aber keine wirkliche Entschädigung dafür erhalten. Sie hätten uns ja ruhig einen Ring oder so als Questbelohnung geben können. Wir tun so viel für Eorzea, aber irgendwie glauben sie alle, dass wir von Luft und Liebe leben..)
Raubahn ist in einem kleinen Dorf aufgewachsen, war Teil der damaligen Rebellion und musste viele Jahre im Kolosseum um sein Leben kämpfen, um am Ende endlich wieder ein freier Bürger zu sein. Die Jahre bei der Sultana sind im Gegenzug zu seinem vorherigen Leben relativ kurz, er hat also tatsächlich die meiste Zeit seines Lebens kein Luxusleben gehabt.



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